Wir interessieren uns sehr für natürliche, organische Vitamine, da wir davon ausgehen, dass die synthetisch hergestellten Vitamine vom Körper schlecht verwertet werden und recht wenig Nutzen bieten.
Eine gute Alternative zu den synthetischen sind Vitamine aus natürlichen Quellen.
Im Moment arbeitet Biofungi mit folgenden Vitaminen- Vitamin D2 aus Pilzen sowie Vitamin K2 MK-7 aus Natto (=fermentiertem Soja). Der Nutzen dieser beiden Vitamine macht sie so interessant.

Informationen zu Vitamin D2 angereicherten Pilzen:
Viele Pilze enthalten grosse Mengen an Ergosterin-diese Vorstufe wird durch den Ultraviolettanteil des Sonnenlichtes in Ergocalciferol, also Vitamin D2 umgewandelt. Ähnliches geschieht in unserer Haut durch Sonnenbestrahlung- hier wird Cholesterin durch Sonnenbestrahlung in Cholecalciferol, also Vitamin D3 umgewandelt.
Wir können Pilzpulver mit einem Gehalt von 20'000 Mikrogramm (=mcg) Vitamin D2 pro 100g Trockenpilz anbieten- das Vitamin D2 entsteht dabei aus dem Vorläufermolekül Ergocalciferol.

1mcg entspricht 40 Internationalen Einheiten (=I.E.)
Die gesetzlich empfohlene Tagesdosierung (Empfehlung DGE) für Vitamin D beträgt 5mcg/Tag für Erwachsene bis 65 Jahren sowie 10mcg/Tag für Kinder, Schwangere und Stillende sowie Personen über 65 Jahren = 200 bis 400 I.E.

Informationen zu Vitamin K2 (Menachinon-7, MK-7)
Natürliche Quellen und Bioverfügbarkeit:
Natürliches Vitamin K2 wird von Bakterien im Darmtrakt hergestellt (aber nur bedingt aufgenommen) und ist in fermentierten Nahrungsmitteln wie reifem Käse oder Joghurt vorhanden. Allerdings offensichtlich nicht in ausreichender Menge, da der K2 Status in der westlichen Bevölkerung generell zu tief ist.
Die wirksamste Form von K2 in Bezug auf Bioverfügbarkeit, Aufnahme und Verweildauer im menschlichen Körper ist das langkettige Menaquinone-7 (MK-7). Vitamin K1 wird schlechter resorbiert als K2, wird schnell von der Leber aus dem Blut entfernt und ist somit nur kurze Zeit verfügbar.

Wirkungsweise:
Vitamin K2 aktiviert folgende wichtige Enzyme:

  1. Aktivierung des Knochen-GLA-Proteins „Osteocalcin“. Osteocalcin wird in den Knochen von den so genannten Osteoblasten produziert. Es muss allerdings aktiviert werden, um Kalzium aus dem Blut aufnehmen und anschliessend in die Knochenmatrix einbauen zu können. Der Kalziumeinbau erhöht die Knochenmasse und die Knochendichte. Dadurch werden sowohl Knochenabbau (Osteoporosis) und als auch insbesondere Knochenbrüche reduziert.

Hintergrund: Alle 7 Jahre wird die gesamte Knochensubstanz im menschlichen Körper ersetzt. An diesem Vorgang sind sowohl Knochen abbauende Zellen (Osteoklasten) als auch Knochen aufbauende Zellen (Osteoblasten) beteiligt. Solange ein Gleichgewicht in der Aktivität dieser 2 Zelltypen besteht, bleibt das Knochengewebe gesund und dicht. Die Osteoblasten produzieren das Enzym „Osteocalcin“ welches im aktivierten (=carboxyliertem) Zustand Kalzium aus dem Blut aufnehmen kann und dieses in die Knochenmatrix einbaut. Das Osteocalcin wird nur durch Vitamin K2 aktiviert (carboxyliert!). Wenn zu wenig Vitamin K2 im Körper zur Verfügung steht, funktionieren die Osteoblasten nicht gut und es wird mehr Knochensubstanz ab- als aufgebaut.

  1. Aktivierung des Matrix GLA Proteins (MGP). Dieses Protein wird in den meisten weichen Geweben gebildet, vorwiegend allerdings in Knorpeln durch die Chondrozyten und in den Aderwänden durch die glatten Muskelzellen. MGP hat eine starke Hemmwirkung gegen die Verkalkung dieser Gewebe. Aktiviertes (=carboyliertes) MGP bindet Kalzium im Blut und verhindert dadurch, dass es sich in den Gefässwänden oder in den Gelenkflächen ablagert. Diese bleiben dadurch sauber und elastisch.

Mehrere Studien konnten zeigen, dass mit zusätzlichen Gaben von Vitamin K2 auch bestehende arteriosklerotische Plaques abgebaut und die verkalkten Gefässwände wieder hergestellt werden können. In gross angelegten Studien (zB Shaw et al mit 10‘000 Personen) wurde festgestellt, dass die Sterberate direkt mit dem Kalziumgehalt des Blutes korreliert ist.
Tiefe Vitamin K Werte wurden ausserdem bei folgenden Zuständen gefunden:

  • Krampfadern
  • Rheumatische Arthritis
  • Alzheimer

Kalk-Paradoxon:
Kalziumgaben ohne zusätzliches Vitamin K2 führen zum so genannten „ Kalk-Paradoxon“. Zwar wird das Kalk teilweise in die Knochen eingebaut, aber ebenso auch in das kardiovaskuläre System (Herz- und Adernsystem). Hier führt es durch Einbau in die Adernwände zur Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Wie in der Knochenmatrix gibt es nämlich auch in den Arterien Osteoblasten, welche Kalzium in die Arterienwände einbauen und Osteoklasten, welche es dort wieder abbauen. Kalzium ist das Hauptmineral in den gefürchteten „Plaques“.
Neueste Studien weisen auch auf einen Einfluss von Vitamin K insbesondere K2 auf Hautelastizität, Krampfadern und Gelenke hin, indem Kalkablagerungen in diesen Geweben reduziert werden.
Blutverdünner:
Der Einsatz von Blutverdünnern ist oftmals nötig, um die Entstehung von Blutgerinnseln und damit Schlaganfälle, Herzinfarkte und Embolien zu verhindern. Die dabei am Häufigsten verwendeten Medikamente des Types Cumarin (Warfarin) wirken dadurch, dass das Rezyklieren von Vitamin K im so genannten K-Kreislauf unterbunden wird. Der Körper geht in einen Vitamin K Mangel. Es wird also die unerwünschte Eigenschaft des Blutverdickens bekämpft- allerdings zum Preis von Knochenmasse- und –dichteabbau, Verkalkung des Cardiovaskulären Systems sowie schneller Abnützung und Entzündung der Gelenke.
Empfohlene Tagesdosis:
In der EU ist eine Tagesdosis von 70 Mikrogramm erlaubt. Vitamin K2 wurde von der EFSA bewertet und für sicher befunden sowie der Novel Food Status geklärt.

Wichtige Studien:

  1. Rotterdam Studie“ von 2004 mit 4807 älteren Personen (über 55 Jahre) zeigte, dass bei einer täglichen Aufnahme von 32 Mikrogramm (Millionstel Gramm!) Vitamin K2 sowohl die Gefässverkalkung als auch die Sterberate durch Herz-Kreislauf Versagen um 50% verringert wurden.
  2. Die 3-jährige Studie von Knapen et al. von 2007 zeigte deutliche Verbesserung der Hüft-Knochendichte bei postmenstrualen Frauen bei hohem K2 Status.
  3. Yaegashi et al. (2008) zeigte, dass Vitamin K2 aus Natto das Risiko von Hüftfrakturen deutlich verminderte.